Retter der Tiere

Ich betrachtete all die in Käfigen sitzenden Tiere im Tierheim ...
... die Wegwerf-Produkte der menschlichen Gesellschaft.
Ich sah in ihren Augen Liebe und Hoffnung, Angst und Schrecken,
Trauer und Verrat.
Und ich war voller Zorn.
"Gott," sagte ich, "das ist schrecklich! Warum tust Du nicht etwas?"
Gott war einen Moment lang still, und dann sprach Er sanft.
"Ich habe etwas getan," antwortete Er.
"Ich habe Dich geschaffen."

 

Tierschutz, als unbequem bekannt,
wird lächelnd Spinnerei genannt.

Wen kümmert denn ein Hund der friert.
an kurzer Kette vegetiert?
Wenn Katzen, die kaum produziert,
Verkehr und Jäger dezimiert?

Was regt man sich unnötig auf,
weil angeboten zum Verkauf
und Lockmittel für manch ein Kind
Tiermassen auf dem Markte sind,
die wenn der Neuheit Reiz vorbei,
man weitergibt, von Skrupel frei.
Wen stört es, wenn dann auf Inserate,
ein Händler wieder Zugriff hatte;
sich tarnt, er hätte den besten Platz,
für diesen süßen Katzenschatz.
Das Tier nach qualvollem Transport,
ausliefert dem Versuchstiermord?

Was tut es wenn für das Wohl der Menschen,
Millionen Tiere schmerzvoll enden?
Warum nicht erst an Tieren testen,
was wir nicht selbst erdulden möchten?
Wenn Menschenmord als Schwerverbrechen
geahndet wird, warum nicht rächen,
an Wesen, die nur wehrlos zucken,
noch besser frei von Schuld begucken.
Wie man im Film ersticht,
zertritt vom Tier zum Mensch
- ein winziger Schritt!

Was macht es schon, wenn alles Vieh,
jetzt produziert in Batterie;
auf engstem Raum wo es hingestellt,
nur für Profit und Nutzen zählt
sich einmal frei bewegen kann,
auf seinem letzen Schlachthofgang?
Man weiß zudem, das Glück der Erde
liegt auf dem Rücken unsrer Pferde.
Das Gnadenbrot sich nicht rentiert
zum Schlachten man sie exportiert.
Ihr Jammer ist bestimmt vergessen,
wenn wir lmportsalami essen.
Auch weiß ein jeder ganz genau,
bei uns zählt nur mit Pelz die Frau.
Was fragt man nach der Tiere Zahl,
bei einem Nerz der ersten Wahl?

Was interessiert man sich so sehr
für Robbenmord im fernen Meer;
für Hunde auf den Philippinen,
die tot gequält zum Mahle dienen,
für Stierkampf, diese Volksvergnügen,
wo chancenlos die Tiere unterliegen?
Wer selbstlos für ein Tier tritt ein,
muss irgendwie suspekt doch sein.
Sorgt erst für Menschen? hört man sagen,
man ist versucht zurück zu fragen,
was denn der Vorwurfsvolle tat,
wie viel er schon geholfen hat.
Man ist erfreut, dann zu erfahren
er spendet schon seit ein paar Jahren
zum guten Zweck ein Jahreslos.
Die Preise, die es gibt, sind groß.
Darauf wird kläglich er verstummen,
denn aktiv helfen nur die "Dummen".
Was da als Spinnerei verlacht,
der Menschheit alle Ehre macht;
denn Tierschutz macht im Kleinen gut,
was menschliche Zerstörungswut
an der Natur im Großen schändet,
weil die Menschheit vom Verstand geblendet
meint - alles liegt ihr nur zu Füßen -
vergisst, dass sie es selbst wird büßen.

von Sigrid Mayr-Gruber.



Der Seestern

 Es war einmal ein alter Mann, der jeden Morgen einen Spaziergang am Meeresstrand machte.

Eines Tages sah er einen kleinen Jungen, der vorsichtig etwas aufhob und ins Meer warf.

Er rief: "Guten Morgen. Was machst Du da?"

Der Junge richtete sich auf und antwortete: "Ich werfe Seesterne ins Meer zurück. Es ist Ebbe, und die Sonne brennt herunter. Wenn ich es nicht tue, dann sterben sie."

"Aber, junger Mann", erwiderte der alte Mann,"ist dir eigentlich klar, das hier Kilometer um Kilometer Strand ist. Und überall liegen Seesterne.

Du kannst unmöglich alle retten, das macht doch keinen Sinn."

Der Junge hörte höflich zu, bückte sich, nahm einen anderen Seestern auf und warf ihn lächelnd ins Meer.

"Aber für diesen macht es Sinn!"

 

                                                      

 

Eine Käfighenne sieht den Himmel nie,

Sie kann sich kaum bewegen.

In einer Legebatterie,

Ist sie verdammt zum Eierlegen.

 

                                Ihr Leben ist nur eine Qual,

                                Sie kann kaum die Körner picken.

                                Die Batterie ist viel zu schmal

                                Und die Luft ist zum Ersticken.

 

Sie steht auf einem Gitterrost,

Es bleibt ihr nichts als auszuharren.

Tag für Tag nur Körnerkost.

Kein Wurm, kein Gras und nichts zum Scharren.

 

                                Ein Huhn zu sein, ist ihr Verhängnis,

                                Sie lebt schrecklich eingezwängt,

                                In einem kleinen Drahtgefängnis,

                                Huhn an Huhn ganz dicht gedrängt.

 

Niemals sieht sie Sonnenstrahlen,

Sie kennt nichts außer Schmerz.

Jenseits dieser Höllenqualen,

Sehnt sie sich himmelwärts.

 

                                Niemals lernt sie Liebe kennen,

                                Sie kennt nur pure Grausamkeit.

                               Und wie alle anderen Hennen,

                               Wird sie niemals mehr befreit.

 

Grausam ist ihr Lebenslauf,

Doch irgendwann ist es vorbei,

Dann hört ihr Leiden endlich auf,

Erst wenn sie stirbt, dann ist sie frei.

 

                            Alles liegt in unseren Händen,

                            Sie alle müssten nicht mehr leiden.

                            Wir können diese Qual beenden,

                            Indem wir Käfigeier meiden.


                                   Katzenleid

 

    Verhasst sind sie auf dieser Welt,

   allein und ganz auf sich gestellt,

 sind ständig wachsam auf der Hut

und leiden täglich bittere Not.

  

Sie finden selten Ruheplätzchen,

sind ausgehungert, krank - die Kätzchen.

Der Schlafplatz hart, ist aus Asphalt,

sie zittern, ihnen ist so kalt.

  

Kein friedlich Ort hier weit und breit,

ihr Blick voll Hoffnungslosigkeit.

Die Menschen sie brutal vertreiben,

kein Plätzchen, wo sie können bleiben.

  

Sind Wind und Wetter ausgesetzt,

sind krank und schwach, sind oft verletzt.

Die armen Tiere sich vermehren,

im Dreck sie Jungtiere gebären.

  

Im Winter, wenn die Kälte klirrt,

manch` Kätzchen auf der Straße irrt.

Es hätte gern ein warmes Heim,

wäre gern geboren, nicht allein.

  

Der Duft von Braten zieht es an,

es durch die Fenster sehen kann,

wie Menschen sich am Essen laben,

kein Scheibchen für es übrig haben.

 

Was geht dann vor in seinem Köpfchen?

Hätt` gerne auch ein volles Töpfchen.

Die Menschen es brutal verjagen,

es hungert sehr, ihm knurrt der Magen.

  

Wir Menschen sollten uns sehr schämen,

dass Tiere sich trotz Wohlstand grämen.

Wir Menschen haben volle Bäuche,

die Katzen sterben an der Seuche.

  

Man bettelt stets um Spendengeld,

für Kinder aus der dritten Welt.

Doch wer sieht vor der eigenen Türe

- die vierte Welt - die Welt der Tiere!

 

- Inge Vogelfänger -

 



     Eigentumsrechte eines Hundes

1.       Wenn es mir gefällt, gehört es mir.

2.      Ist es in meiner Schnauze, gehört es mir.

3.      Kann ich es dir wegnehmen, gehört es mir.

4.      Wenn ich es vor langer Zeit mal hatte, gehört es mir.

5.      Wenn es mir gehört, sollte es niemals so aussehen, als gehöre es dir.

6.      Wenn ich etwas in Stücke zerkaut habe, gehören alle Teile mir.

7.      Wenn es so aussieht, als gehöre es mir, gehört es mir.

8.      Wenn ich es zuerst gesehen habe, gehört es mir.

9.      Wenn du mit etwas spielst und legst es auf den Boden             gehört es automatisch mir.

10.     Ist es kaputt, gehört es DIR !!!



Der letzte Weg - Wenn es soweit ist


Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
und quälende Pein hält ständig mich wach -
Was Du dann tun musst - tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Das Du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -
muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.

Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.

mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal. 
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist, 
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.

Es darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.
Autor: unbekannt